Schlafstörungen, Brain Fog oder plötzliche Stimmungsschwankungen. Mit Mitte bis Ende 30 verändert sich der Hormonhaushalt bei vielen Frauen. Warum die Perimenopause mehr Aufmerksamkeit verdient und weshalb Expertin Dr. Jasmin Last Frauen dazu rät, ihre Beschwerden ernst zu nehmen.
Hitzewallungen, Vergesslichkeit und das Ausbleiben der Periode sind für die meisten klar mit dem Stichwort Menopause verbunden. Doch von dieser spricht man erst, wenn die monatliche Blutung wirklich ausbleibt. Was in den Jahren davor passiert, haben viele Frauen immer noch nicht richtig auf dem Plan. Denn bereits im Alter zwischen Ende 30 bis Anfang 40 beginnt die sogenannte Perimenopause. Und diese hat es in sich, weil die Beschwerden oft unspezifisch sind und deshalb lange unerkannt bleiben.
“Die Perimenopause ist die Phase, in der die Hormone anfangen zu schwanken, oft schon Ende dreißig bis Mitte bzw. Ende vierzig, Jahre bevor die letzte Regel kommt. Sie ist keine Krankheit, also taucht sie in keiner Vorsorge auf. Sie ist keine reine Frauenheilkunde-Frage, denn sie betrifft Herz, Kopf, Knochen, Stoffwechsel, also fühlt sich keine Disziplin so wirklich zuständig“, erklärt Ärztin und Longevity-Expertin Dr. Jasmin Last.
Obwohl sie Millionen Frauen betrifft, wird über die Perimenopause noch immer viel zu wenig gesprochen. Das führt dazu, dass viele Betroffene ihre Beschwerden nicht mit den hormonellen Veränderungen in Verbindung bringen. Vor allem, weil die bekannten Hitzewallungen und das finale Ausbleiben der Monatsblutung häufig erst später auftreten.
“Das klassische Bild sind Hitzewallungen, aber diese kommen oft erst später. Viel früher melden sich Schlaf und die Psyche: das nächtliche Wachliegen um drei Uhr, eine neue innere Unruhe, Reizbarkeit, manchmal eine Ängstlichkeit, die man an sich gar nicht kennt, dieses Gefühl ‚nah am Wasser gebaut zu sein‘“, erklärt die Longevity-Ärztin, die im brandenburgischn Werder eine eigene Praxis betreibt. “Das wird schnell als Erschöpfung oder als beginnende Depression eingeordnet, und die eigentliche Ursache bleibt im Dunkeln.“
Hinzu kommen Herzrasen, Brain Fog, Gelenkschmerzen oder Veränderungen des Menstruationszyklus. Jedes Symptom für sich wirkt oft harmlos, doch gemeinsam ergeben sie ein typisches Muster der Perimenopause, das viele Frauen zur Verzweiflung bringt.
Denn die hormonellen Veränderungen wirken sich nicht nur auf den Zyklus aus. Östrogen und Progesteron erfüllen im gesamten Körper wichtige Aufgaben. Deshalb kann die Perimenopause ganz unterschiedliche Beschwerden auslösen.
“Weil Östrogen und Progesteron keine reinen ,Zyklushormone’ sind, auch wenn man sie gern darauf reduziert. Ihre Rezeptoren sitzen praktisch überall: im Gehirn, an den Gefäßen, im Herzen, in den Knochen, im Darm, in der Haut”, so Dr. Jasmin Last. “Wenn diese Hormone anfangen zu schwanken, kann es folglich überall zugleich rumoren. Deshalb sieht die Perimenopause mal aus wie ein Schlafproblem, mal wie eine Herzenssache, mal wie eine psychische Verstimmung, mal wie ein Stoffwechsel-Thema.“
Besonders Progesteron fällt häufig schon früh ab. Das kann erklären, warum viele Frauen bereits Jahre vor der Menopause schlechter schlafen oder sich plötzlich gereizter und emotionaler fühlen.
Die Expertin sieht die Perimenopause nicht nur als hormonelle Umstellung, sondern als entscheidende Lebensphase für die kommenden Jahrzehnte. Denn mit sinkenden Hormonspiegeln verändern sich unter anderem Herz-Kreislauf-System, Knochen, Muskelmasse und Stoffwechsel.
“Man kann sich das wie eine Weiche vorstellen. Was eine Frau in den Jahren um die Menopause tut oder unterlässt, entscheidet darüber, auf welchem Gleis sie die nächsten zwei, drei Jahrzehnte fährt. Das ist keine düstere Nachricht, im Gegenteil: Es ist ein Fenster”, betont Dr. Jasmin Last. “Wer diese Phase bewusst gestaltet, mit Bewegung, Muskel, Schlaf und, wo sinnvoll, gut ausgewogener Hormontherapie, legt das Fundament dafür, möglichst lange möglichst gut zu leben.“
Regelmäßiges Krafttraining, ausreichend Eiweiß, guter Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stress gehören deshalb zu den wichtigsten Stellschrauben. Sie können nicht nur Beschwerden lindern, sondern auch das Risiko für Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig positiv beeinflussen.
Das Bitterste ist jedoch, dass sich viele Betroffene die Diagnose selbst erarbeiten müssen, weil einige Ärzt:innen die Beschwerden abtun oder nicht klar zuordnen können. Die Erstellung eines Hormonstatus erfolgt meist nur auf eigene Kosten und auch die Verschreibung von Medikamenten, die helfen können, wird oft nur zähneknirschend ausgestellt.
Kein Wunder also, dass sich Dr. Jasmin Last gerade auf diesem für Frauen so wichtigen Feld mehr Aufklärung wünscht. Sowohl in der Medizin als auch in der Gesellschaft. Ihr wichtigster Rat lautet deshalb, dass man Veränderungen nicht als normales Älterwerden abtun sollte.“Informiert euch früh. Die Perimenopause kann schon mit Ende dreißig oder Anfang vierzig beginnen, und das ist völlig normal. Wer versteht, was gerade passiert, verliert die Angst davor und kann handeln, statt sich zu wundern.“
Denn die Perimenopause ist weit mehr als nur die Zeit vor den Wechseljahren – sie ist eine Phase, in der Frauen ihre Gesundheit aktiv mitgestalten können.
Schlafstörungen, Brain Fog oder plötzliche Stimmungsschwankungen. Mit Mitte bis Ende 30 verändert sich der Hormonhaushalt bei vielen Frauen. Warum die Perimenopause mehr Aufmerksamkeit verdient und weshalb Expertin Dr. Jasmin Last Frauen dazu rät, ihre Beschwerden ernst zu nehmen.
Hitzewallungen, Vergesslichkeit und das Ausbleiben der Periode sind für die meisten klar mit dem Stichwort Menopause verbunden. Doch von dieser spricht man erst, wenn die monatliche Blutung wirklich ausbleibt. Was in den Jahren davor passiert, haben viele Frauen immer noch nicht richtig auf dem Plan. Denn bereits im Alter zwischen Ende 30 bis Anfang 40 beginnt die sogenannte Perimenopause. Und diese hat es in sich, weil die Beschwerden oft unspezifisch sind und deshalb lange unerkannt bleiben.
“Die Perimenopause ist die Phase, in der die Hormone anfangen zu schwanken, oft schon Ende dreißig bis Mitte bzw. Ende vierzig, Jahre bevor die letzte Regel kommt. Sie ist keine Krankheit, also taucht sie in keiner Vorsorge auf. Sie ist keine reine Frauenheilkunde-Frage, denn sie betrifft Herz, Kopf, Knochen, Stoffwechsel, also fühlt sich keine Disziplin so wirklich zuständig“, erklärt Ärztin und Longevity-Expertin Dr. Jasmin Last.
Obwohl sie Millionen Frauen betrifft, wird über die Perimenopause noch immer viel zu wenig gesprochen. Das führt dazu, dass viele Betroffene ihre Beschwerden nicht mit den hormonellen Veränderungen in Verbindung bringen. Vor allem, weil die bekannten Hitzewallungen und das finale Ausbleiben der Monatsblutung häufig erst später auftreten.
“Das klassische Bild sind Hitzewallungen, aber diese kommen oft erst später. Viel früher melden sich Schlaf und die Psyche: das nächtliche Wachliegen um drei Uhr, eine neue innere Unruhe, Reizbarkeit, manchmal eine Ängstlichkeit, die man an sich gar nicht kennt, dieses Gefühl ‚nah am Wasser gebaut zu sein‘“, erklärt die Longevity-Ärztin, die im brandenburgischn Werder eine eigene Praxis betreibt. “Das wird schnell als Erschöpfung oder als beginnende Depression eingeordnet, und die eigentliche Ursache bleibt im Dunkeln.“
Hinzu kommen Herzrasen, Brain Fog, Gelenkschmerzen oder Veränderungen des Menstruationszyklus. Jedes Symptom für sich wirkt oft harmlos, doch gemeinsam ergeben sie ein typisches Muster der Perimenopause, das viele Frauen zur Verzweiflung bringt.
Denn die hormonellen Veränderungen wirken sich nicht nur auf den Zyklus aus. Östrogen und Progesteron erfüllen im gesamten Körper wichtige Aufgaben. Deshalb kann die Perimenopause ganz unterschiedliche Beschwerden auslösen.
“Weil Östrogen und Progesteron keine reinen ,Zyklushormone’ sind, auch wenn man sie gern darauf reduziert. Ihre Rezeptoren sitzen praktisch überall: im Gehirn, an den Gefäßen, im Herzen, in den Knochen, im Darm, in der Haut”, so Dr. Jasmin Last. “Wenn diese Hormone anfangen zu schwanken, kann es folglich überall zugleich rumoren. Deshalb sieht die Perimenopause mal aus wie ein Schlafproblem, mal wie eine Herzenssache, mal wie eine psychische Verstimmung, mal wie ein Stoffwechsel-Thema.“
Besonders Progesteron fällt häufig schon früh ab. Das kann erklären, warum viele Frauen bereits Jahre vor der Menopause schlechter schlafen oder sich plötzlich gereizter und emotionaler fühlen.
Die Expertin sieht die Perimenopause nicht nur als hormonelle Umstellung, sondern als entscheidende Lebensphase für die kommenden Jahrzehnte. Denn mit sinkenden Hormonspiegeln verändern sich unter anderem Herz-Kreislauf-System, Knochen, Muskelmasse und Stoffwechsel.
“Man kann sich das wie eine Weiche vorstellen. Was eine Frau in den Jahren um die Menopause tut oder unterlässt, entscheidet darüber, auf welchem Gleis sie die nächsten zwei, drei Jahrzehnte fährt. Das ist keine düstere Nachricht, im Gegenteil: Es ist ein Fenster”, betont Dr. Jasmin Last. “Wer diese Phase bewusst gestaltet, mit Bewegung, Muskel, Schlaf und, wo sinnvoll, gut ausgewogener Hormontherapie, legt das Fundament dafür, möglichst lange möglichst gut zu leben.“
Regelmäßiges Krafttraining, ausreichend Eiweiß, guter Schlaf und ein bewusster Umgang mit Stress gehören deshalb zu den wichtigsten Stellschrauben. Sie können nicht nur Beschwerden lindern, sondern auch das Risiko für Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig positiv beeinflussen.
Das Bitterste ist jedoch, dass sich viele Betroffene die Diagnose selbst erarbeiten müssen, weil einige Ärzt:innen die Beschwerden abtun oder nicht klar zuordnen können. Die Erstellung eines Hormonstatus erfolgt meist nur auf eigene Kosten und auch die Verschreibung von Medikamenten, die helfen können, wird oft nur zähneknirschend ausgestellt.
Kein Wunder also, dass sich Dr. Jasmin Last gerade auf diesem für Frauen so wichtigen Feld mehr Aufklärung wünscht. Sowohl in der Medizin als auch in der Gesellschaft. Ihr wichtigster Rat lautet deshalb, dass man Veränderungen nicht als normales Älterwerden abtun sollte.“Informiert euch früh. Die Perimenopause kann schon mit Ende dreißig oder Anfang vierzig beginnen, und das ist völlig normal. Wer versteht, was gerade passiert, verliert die Angst davor und kann handeln, statt sich zu wundern.“
Denn die Perimenopause ist weit mehr als nur die Zeit vor den Wechseljahren – sie ist eine Phase, in der Frauen ihre Gesundheit aktiv mitgestalten können.