Orforglipron gehört zur Wirkstoffgruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten und wurde von Eli Lilly entwickelt. Auf den ersten Blick ist der Wirkstoff damit mit bekannten Präparaten wie Semaglutid, Liraglutid oder Tirzepatid vergleichbar, chemisch gibt es allerdings einen wichtigen Unterschied: Während diese Wirkstoffe zu den Peptiden gehören, handelt es sich bei Orforglipron um ein sogenanntes „Small Molecule“, also ein niedrigmolekulares Wirkstoffmolekül.
Das hat auch praktische Auswirkungen auf die Einnahme: Orforglipron wird als Tablette eingenommen und kann laut Zulassungsunterlagen unabhängig davon eingenommen werden, wann gegessen oder getrunken wird. Bei der oralen Semaglutid-Tablette Rybelsus® gelten dagegen deutlich strengere Einnahmevorgaben: Sie muss auf nüchternen Magen eingenommen werden, anschließend gelten bestimmte Wartezeiten vor der Aufnahme von Nahrung oder Flüssigkeit.
Am 1. April 2026 hat die US-Arzneimittelbehörde FDA Foundayo® (Orforglipron) zur Gewichtsreduktion zugelassen. Die Zulassung gilt für Erwachsene mit Adipositas sowie für Erwachsene mit Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung. Die Zulassung erfolgte im Rahmen des sogenannten Commissioner's National Priority Voucher (CNPV), eines beschleunigten Prüfverfahrens der FDA. Nach Angaben des Herstellers war es die schnellste Zulassung eines neuen Wirkstoffmoleküls seit 2002.
Foundayo® ist für die tägliche Einnahme als Tablette vorgesehen. In den USA begann die Auslieferung am 6. April 2026 zunächst über LillyDirect®, den herstellereigenen Vertriebsweg. Kurz darauf wurde das Präparat auch über den regulären Apothekenhandel und Telemedizin-Anbieter verfügbar. Für Deutschland und die übrige Europäische Union sagt die US-Zulassung allerdings noch nichts über die Verfügbarkeit aus. Hier muss zunächst das europäische Zulassungsverfahren abgeschlossen werden.
Die Zulassung von Orforglipron basiert auf zwei großen Studienprogrammen. Während sich das ATTAIN-Programm vor allem mit der Gewichtsreduktion beschäftigte, lag der Schwerpunkt des ACHIEVE-Programms auf der Behandlung von Typ-2-Diabetes.
Im ATTAIN-Programm wurde Orforglipron bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht untersucht. In der im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie ATTAIN-1 erzielten alle drei untersuchten Dosierungen nach 72 Wochen eine statistisch überlegene Gewichtsreduktion gegenüber Placebo. Bei der höchsten Dosis von 36 mg lag der durchschnittliche Gewichtsverlust bei 10,5 Prozent beziehungsweise 22,9 Pfund. In der Placebogruppe waren es 2,2 Prozent beziehungsweise 5,1 Pfund.
ATTAIN-2 untersuchte Menschen mit Adipositas und zusätzlichem Typ-2-Diabetes. Auch hier lag der durchschnittliche Gewichtsverlust unter der höchsten Dosis bei rund 10,5 Prozent beziehungsweise 22,9 Pfund. Gleichzeitig sank der HbA1c-Wert im Durchschnitt um 1,8 Prozentpunkte.
Eine weitere Studie, ATTAIN-MAINTAIN, beschäftigte sich mit einer anderen Frage: Was passiert, wenn Menschen von einer injizierbaren Therapie wie Wegovy® oder Mounjaro® auf Orforglipron als Tablette wechseln? Über einen Zeitraum von 24 Wochen blieb das Gewicht in der Gruppe, die auf Orforglipron umgestellt wurde, nahezu stabil. Der durchschnittliche Unterschied lag bei -0,1 kg. In der Placebogruppe nahmen die Teilnehmenden im gleichen Zeitraum dagegen im Mittel 9,4 kg wieder zu.
Im ACHIEVE-Programm wurde Orforglipron bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes untersucht. Besonders interessant ist dabei die direkte Vergleichsstudie ACHIEVE-3. An der Studie nahmen 1.698 Menschen teil, die über 52 Wochen untersucht wurden. Orforglipron in Dosierungen von 12 mg und 36 mg erzielte gegenüber der oralen Semaglutid-Tablette Rybelsus® in Dosierungen von 7 mg und 14 mg eine überlegene Blutzuckerkontrolle bei allen primären und wichtigen sekundären Endpunkten.
In ACHIEVE-2 wurde Orforglipron mit dem SGLT-2-Hemmer Dapagliflozin verglichen. Ausgehend von einem mittleren HbA1c-Ausgangswert von 8,1 Prozent sank der Wert unter Orforglipron um durchschnittlich 1,7 Prozentpunkte. Unter Dapagliflozin waren es 0,8 Prozentpunkte.
ACHIEVE-5 untersuchte Orforglipron zusätzlich als Kombinationstherapie bei Menschen, die bereits mit titriertem Insulin glargin behandelt wurden.
In allen drei Studien gehörten Beschwerden des Magen-Darm-Trakts zu den häufigsten berichteten Nebenwirkungen. Dazu zählten insbesondere Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Dyspepsie und ein verminderter Appetit.
Für Europa ist Orforglipron noch nicht zugelassen. Eli Lilly hat bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) einen Zulassungsantrag für Orforglipron zur Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes eingereicht. Nach dem Stand von Juli 2026 befindet sich der Antrag noch in der behördlichen Prüfung. Eine Entscheidung der EMA wird nach aktuellem Kenntnisstand gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Eine internationale Markteinführung außerhalb der USA ist für den Jahresverlauf 2027 in Aussicht gestellt.
Wichtig ist deshalb: Solange die EMA keine Zulassung erteilt hat, ist Orforglipron in der Europäischen Union nicht zugelassen.
Wann Foundayo® tatsächlich in deutschen Apotheken erhältlich sein könnte, lässt sich derzeit noch nicht sicher sagen.
| Meilenstein | Status (Stand Juli 2026) |
| FDA-Zulassung (USA) | erteilt am 1. April 2026 |
| Verfügbarkeit in US-Apotheken | seit April 2026 |
| EMA-Zulassungsantrag eingereicht | ja |
| EMA-Entscheidung | ausstehend, erwartet Ende 2026 / Anfang 2027 |
| Zulassung in der EU/Deutschland | noch nicht erteilt |
| Nutzenbewertung und Erstattungsverhandlung in Deutschland (AMNOG-Verfahren) | kann erst nach einer EU-Zulassung beginnen |
| Tatsächliche Verfügbarkeit in deutschen Apotheken | offen, kein Datum bekannt |
Die wichtigsten Schritte sind die europäische Zulassung und anschließend die Entscheidungen, die für eine tatsächliche Markteinführung in Deutschland relevant sind. Eine EU-Zulassung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass das Präparat unmittelbar danach in deutschen Apotheken verfügbar ist. Ein Blick auf Rybelsus® zeigt, wie groß der zeitliche Abstand sein kann: Die orale Semaglutid-Tablette erhielt bereits 2020 ihre EU-Zulassung, war in Deutschland aber erst ab dem 15. Juli 2025 tatsächlich erhältlich. Zwischen beiden Zeitpunkten lagen damit rund fünf Jahre. Ob es bei Foundayo® ähnlich lange dauern wird, lässt sich derzeit nicht vorhersagen. Unter anderem spielen die Nutzenbewertung und die Erstattungsverhandlungen in Deutschland eine Rolle.
Foundayo® ist in Deutschland derzeit weder zugelassen noch verordnungsfähig. Es gibt aktuell keinen regulären, legalen Bezugsweg für das Präparat in Deutschland.
Bei Orforglipron stehen – ähnlich wie bei bereits zugelassenen GLP-1-Rezeptoragonisten – vor allem Beschwerden des Magen-Darm-Trakts im Vordergrund.
In den ATTAIN- und ACHIEVE-Studien wurden Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Dyspepsie und ein verminderter Appetit am häufigsten als unerwünschte Wirkungen berichtet. Diese Beschwerden traten insbesondere zu Beginn der Behandlung und bei einer Erhöhung der Dosis auf. Nach Angaben des Herstellers war das beobachtete Sicherheitsprofil mit dem von injizierbaren GLP-1-Präparaten vergleichbar. Für Deutschland gibt es allerdings noch keine vollständige, europäisch geprüfte Fachinformation zu Orforglipron, da der Wirkstoff hier bislang nicht zugelassen ist.
Foundayo® mit dem Wirkstoff Orforglipron wurde am 1. April 2026 in den USA zur Gewichtsreduktion zugelassen. Damit ist es die erste in den USA zugelassene orale GLP-1-Tablette speziell für diese Indikation.
In Europa sieht die Situation derzeit noch anders aus. Der Zulassungsantrag liegt der EMA vor und wird geprüft. Eine Entscheidung wird nach aktuellem Kenntnisstand gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Für Deutschland bedeutet das: Foundayo® ist bislang nicht zugelassen und kann hier nicht regulär verordnet werden. Selbst wenn die europäische Zulassung erteilt wird, muss das Präparat nicht automatisch kurze Zeit später in deutschen Apotheken erhältlich sein. Das Beispiel Rybelsus® zeigt, dass zwischen EU-Zulassung und tatsächlicher Verfügbarkeit in Deutschland auch mehrere Jahre liegen können.
Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald sich beim Zulassungsstatus von Orforglipron in Europa oder Deutschland etwas ändert.
Ist Foundayo® (Orforglipron) in Deutschland bereits erhältlich?
Nein. Foundayo® ist in Deutschland und der gesamten Europäischen Union bislang nicht zugelassen. Das Präparat kann hier deshalb nicht regulär verordnet oder bezogen werden.
Wann wird Orforglipron in der EU zugelassen?
Der Zulassungsantrag für Orforglipron liegt der EMA bereits vor und befindet sich in der Prüfung. Eine Entscheidung wird nach aktuellem Kenntnisstand gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Eine internationale Markteinführung außerhalb der USA ist für den Jahresverlauf 2027 in Aussicht gestellt.
Ist Orforglipron dasselbe wie Semaglutid oder Wegovy®?
Nein. Orforglipron ist ein eigenständiger Wirkstoff und unterscheidet sich auch chemisch von Semaglutid. Beide Wirkstoffe wirken am GLP-1-Rezeptor, gehören aber strukturell nicht zur gleichen Wirkstoffgruppe. Orforglipron ist ein niedrigmolekulares Molekül, während Semaglutid ein Peptid ist. Semaglutid ist unter anderem der Wirkstoff von Ozempic®, Wegovy® und Rybelsus®.
Was ist der Vorteil von Foundayo® gegenüber Rybelsus®?
Beide Wirkstoffe gehören zu den oralen GLP-1-Rezeptoragonisten. Ein Unterschied besteht in der Einnahme. Rybelsus® muss auf nüchternen Magen eingenommen werden. Außerdem müssen bestimmte Warte- und Trinkvorgaben beachtet werden. Foundayo® soll laut den vorliegenden Zulassungsunterlagen dagegen unabhängig von Mahlzeiten und Flüssigkeit eingenommen werden können.
Kann ich Foundayo® aus den USA importieren oder online bestellen?
Foundayo® ist in Deutschland derzeit nicht zugelassen. Von einem Import oder einer Bestellung außerhalb regulärer und legaler Vertriebswege wird daher abgeraten. Neben rechtlichen Fragen bestehen dabei auch gesundheitliche Risiken. Dazu gehören unter anderem eine fehlende Qualitätskontrolle und das Risiko, auf ein gefälschtes Präparat zu stoßen.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information über den Zulassungsstatus von Foundayo® (Orforglipron) und stellt keine Werbung für dieses oder ein anderes verschreibungspflichtiges Arzneimittel dar. Foundayo® ist in Deutschland nicht zugelassen und kann hier nicht regulär verordnet oder bezogen werden; der Artikel enthält keine Aufforderung, das Präparat zu importieren, online zu bestellen oder auf anderem Weg zu beziehen. Ob eine Behandlung mit einem zugelassenen Präparat infrage kommt, sollte immer gemeinsam mit den behandelnden Ärzt:innen auf Grundlage der individuellen Krankengeschichte erfolgen.
Orforglipron gehört zur Wirkstoffgruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten und wurde von Eli Lilly entwickelt. Auf den ersten Blick ist der Wirkstoff damit mit bekannten Präparaten wie Semaglutid, Liraglutid oder Tirzepatid vergleichbar, chemisch gibt es allerdings einen wichtigen Unterschied: Während diese Wirkstoffe zu den Peptiden gehören, handelt es sich bei Orforglipron um ein sogenanntes „Small Molecule“, also ein niedrigmolekulares Wirkstoffmolekül.
Das hat auch praktische Auswirkungen auf die Einnahme: Orforglipron wird als Tablette eingenommen und kann laut Zulassungsunterlagen unabhängig davon eingenommen werden, wann gegessen oder getrunken wird. Bei der oralen Semaglutid-Tablette Rybelsus® gelten dagegen deutlich strengere Einnahmevorgaben: Sie muss auf nüchternen Magen eingenommen werden, anschließend gelten bestimmte Wartezeiten vor der Aufnahme von Nahrung oder Flüssigkeit.
Am 1. April 2026 hat die US-Arzneimittelbehörde FDA Foundayo® (Orforglipron) zur Gewichtsreduktion zugelassen. Die Zulassung gilt für Erwachsene mit Adipositas sowie für Erwachsene mit Übergewicht und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung. Die Zulassung erfolgte im Rahmen des sogenannten Commissioner's National Priority Voucher (CNPV), eines beschleunigten Prüfverfahrens der FDA. Nach Angaben des Herstellers war es die schnellste Zulassung eines neuen Wirkstoffmoleküls seit 2002.
Foundayo® ist für die tägliche Einnahme als Tablette vorgesehen. In den USA begann die Auslieferung am 6. April 2026 zunächst über LillyDirect®, den herstellereigenen Vertriebsweg. Kurz darauf wurde das Präparat auch über den regulären Apothekenhandel und Telemedizin-Anbieter verfügbar. Für Deutschland und die übrige Europäische Union sagt die US-Zulassung allerdings noch nichts über die Verfügbarkeit aus. Hier muss zunächst das europäische Zulassungsverfahren abgeschlossen werden.
Die Zulassung von Orforglipron basiert auf zwei großen Studienprogrammen. Während sich das ATTAIN-Programm vor allem mit der Gewichtsreduktion beschäftigte, lag der Schwerpunkt des ACHIEVE-Programms auf der Behandlung von Typ-2-Diabetes.
Im ATTAIN-Programm wurde Orforglipron bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht untersucht. In der im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie ATTAIN-1 erzielten alle drei untersuchten Dosierungen nach 72 Wochen eine statistisch überlegene Gewichtsreduktion gegenüber Placebo. Bei der höchsten Dosis von 36 mg lag der durchschnittliche Gewichtsverlust bei 10,5 Prozent beziehungsweise 22,9 Pfund. In der Placebogruppe waren es 2,2 Prozent beziehungsweise 5,1 Pfund.
ATTAIN-2 untersuchte Menschen mit Adipositas und zusätzlichem Typ-2-Diabetes. Auch hier lag der durchschnittliche Gewichtsverlust unter der höchsten Dosis bei rund 10,5 Prozent beziehungsweise 22,9 Pfund. Gleichzeitig sank der HbA1c-Wert im Durchschnitt um 1,8 Prozentpunkte.
Eine weitere Studie, ATTAIN-MAINTAIN, beschäftigte sich mit einer anderen Frage: Was passiert, wenn Menschen von einer injizierbaren Therapie wie Wegovy® oder Mounjaro® auf Orforglipron als Tablette wechseln? Über einen Zeitraum von 24 Wochen blieb das Gewicht in der Gruppe, die auf Orforglipron umgestellt wurde, nahezu stabil. Der durchschnittliche Unterschied lag bei -0,1 kg. In der Placebogruppe nahmen die Teilnehmenden im gleichen Zeitraum dagegen im Mittel 9,4 kg wieder zu.
Im ACHIEVE-Programm wurde Orforglipron bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes untersucht. Besonders interessant ist dabei die direkte Vergleichsstudie ACHIEVE-3. An der Studie nahmen 1.698 Menschen teil, die über 52 Wochen untersucht wurden. Orforglipron in Dosierungen von 12 mg und 36 mg erzielte gegenüber der oralen Semaglutid-Tablette Rybelsus® in Dosierungen von 7 mg und 14 mg eine überlegene Blutzuckerkontrolle bei allen primären und wichtigen sekundären Endpunkten.
In ACHIEVE-2 wurde Orforglipron mit dem SGLT-2-Hemmer Dapagliflozin verglichen. Ausgehend von einem mittleren HbA1c-Ausgangswert von 8,1 Prozent sank der Wert unter Orforglipron um durchschnittlich 1,7 Prozentpunkte. Unter Dapagliflozin waren es 0,8 Prozentpunkte.
ACHIEVE-5 untersuchte Orforglipron zusätzlich als Kombinationstherapie bei Menschen, die bereits mit titriertem Insulin glargin behandelt wurden.
In allen drei Studien gehörten Beschwerden des Magen-Darm-Trakts zu den häufigsten berichteten Nebenwirkungen. Dazu zählten insbesondere Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Dyspepsie und ein verminderter Appetit.
Für Europa ist Orforglipron noch nicht zugelassen. Eli Lilly hat bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) einen Zulassungsantrag für Orforglipron zur Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes eingereicht. Nach dem Stand von Juli 2026 befindet sich der Antrag noch in der behördlichen Prüfung. Eine Entscheidung der EMA wird nach aktuellem Kenntnisstand gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Eine internationale Markteinführung außerhalb der USA ist für den Jahresverlauf 2027 in Aussicht gestellt.
Wichtig ist deshalb: Solange die EMA keine Zulassung erteilt hat, ist Orforglipron in der Europäischen Union nicht zugelassen.
Wann Foundayo® tatsächlich in deutschen Apotheken erhältlich sein könnte, lässt sich derzeit noch nicht sicher sagen.
| Meilenstein | Status (Stand Juli 2026) |
| FDA-Zulassung (USA) | erteilt am 1. April 2026 |
| Verfügbarkeit in US-Apotheken | seit April 2026 |
| EMA-Zulassungsantrag eingereicht | ja |
| EMA-Entscheidung | ausstehend, erwartet Ende 2026 / Anfang 2027 |
| Zulassung in der EU/Deutschland | noch nicht erteilt |
| Nutzenbewertung und Erstattungsverhandlung in Deutschland (AMNOG-Verfahren) | kann erst nach einer EU-Zulassung beginnen |
| Tatsächliche Verfügbarkeit in deutschen Apotheken | offen, kein Datum bekannt |
Die wichtigsten Schritte sind die europäische Zulassung und anschließend die Entscheidungen, die für eine tatsächliche Markteinführung in Deutschland relevant sind. Eine EU-Zulassung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass das Präparat unmittelbar danach in deutschen Apotheken verfügbar ist. Ein Blick auf Rybelsus® zeigt, wie groß der zeitliche Abstand sein kann: Die orale Semaglutid-Tablette erhielt bereits 2020 ihre EU-Zulassung, war in Deutschland aber erst ab dem 15. Juli 2025 tatsächlich erhältlich. Zwischen beiden Zeitpunkten lagen damit rund fünf Jahre. Ob es bei Foundayo® ähnlich lange dauern wird, lässt sich derzeit nicht vorhersagen. Unter anderem spielen die Nutzenbewertung und die Erstattungsverhandlungen in Deutschland eine Rolle.
Foundayo® ist in Deutschland derzeit weder zugelassen noch verordnungsfähig. Es gibt aktuell keinen regulären, legalen Bezugsweg für das Präparat in Deutschland.
Bei Orforglipron stehen – ähnlich wie bei bereits zugelassenen GLP-1-Rezeptoragonisten – vor allem Beschwerden des Magen-Darm-Trakts im Vordergrund.
In den ATTAIN- und ACHIEVE-Studien wurden Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Dyspepsie und ein verminderter Appetit am häufigsten als unerwünschte Wirkungen berichtet. Diese Beschwerden traten insbesondere zu Beginn der Behandlung und bei einer Erhöhung der Dosis auf. Nach Angaben des Herstellers war das beobachtete Sicherheitsprofil mit dem von injizierbaren GLP-1-Präparaten vergleichbar. Für Deutschland gibt es allerdings noch keine vollständige, europäisch geprüfte Fachinformation zu Orforglipron, da der Wirkstoff hier bislang nicht zugelassen ist.
Foundayo® mit dem Wirkstoff Orforglipron wurde am 1. April 2026 in den USA zur Gewichtsreduktion zugelassen. Damit ist es die erste in den USA zugelassene orale GLP-1-Tablette speziell für diese Indikation.
In Europa sieht die Situation derzeit noch anders aus. Der Zulassungsantrag liegt der EMA vor und wird geprüft. Eine Entscheidung wird nach aktuellem Kenntnisstand gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Für Deutschland bedeutet das: Foundayo® ist bislang nicht zugelassen und kann hier nicht regulär verordnet werden. Selbst wenn die europäische Zulassung erteilt wird, muss das Präparat nicht automatisch kurze Zeit später in deutschen Apotheken erhältlich sein. Das Beispiel Rybelsus® zeigt, dass zwischen EU-Zulassung und tatsächlicher Verfügbarkeit in Deutschland auch mehrere Jahre liegen können.
Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald sich beim Zulassungsstatus von Orforglipron in Europa oder Deutschland etwas ändert.
Ist Foundayo® (Orforglipron) in Deutschland bereits erhältlich?
Nein. Foundayo® ist in Deutschland und der gesamten Europäischen Union bislang nicht zugelassen. Das Präparat kann hier deshalb nicht regulär verordnet oder bezogen werden.
Wann wird Orforglipron in der EU zugelassen?
Der Zulassungsantrag für Orforglipron liegt der EMA bereits vor und befindet sich in der Prüfung. Eine Entscheidung wird nach aktuellem Kenntnisstand gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Eine internationale Markteinführung außerhalb der USA ist für den Jahresverlauf 2027 in Aussicht gestellt.
Ist Orforglipron dasselbe wie Semaglutid oder Wegovy®?
Nein. Orforglipron ist ein eigenständiger Wirkstoff und unterscheidet sich auch chemisch von Semaglutid. Beide Wirkstoffe wirken am GLP-1-Rezeptor, gehören aber strukturell nicht zur gleichen Wirkstoffgruppe. Orforglipron ist ein niedrigmolekulares Molekül, während Semaglutid ein Peptid ist. Semaglutid ist unter anderem der Wirkstoff von Ozempic®, Wegovy® und Rybelsus®.
Was ist der Vorteil von Foundayo® gegenüber Rybelsus®?
Beide Wirkstoffe gehören zu den oralen GLP-1-Rezeptoragonisten. Ein Unterschied besteht in der Einnahme. Rybelsus® muss auf nüchternen Magen eingenommen werden. Außerdem müssen bestimmte Warte- und Trinkvorgaben beachtet werden. Foundayo® soll laut den vorliegenden Zulassungsunterlagen dagegen unabhängig von Mahlzeiten und Flüssigkeit eingenommen werden können.
Kann ich Foundayo® aus den USA importieren oder online bestellen?
Foundayo® ist in Deutschland derzeit nicht zugelassen. Von einem Import oder einer Bestellung außerhalb regulärer und legaler Vertriebswege wird daher abgeraten. Neben rechtlichen Fragen bestehen dabei auch gesundheitliche Risiken. Dazu gehören unter anderem eine fehlende Qualitätskontrolle und das Risiko, auf ein gefälschtes Präparat zu stoßen.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information über den Zulassungsstatus von Foundayo® (Orforglipron) und stellt keine Werbung für dieses oder ein anderes verschreibungspflichtiges Arzneimittel dar. Foundayo® ist in Deutschland nicht zugelassen und kann hier nicht regulär verordnet oder bezogen werden; der Artikel enthält keine Aufforderung, das Präparat zu importieren, online zu bestellen oder auf anderem Weg zu beziehen. Ob eine Behandlung mit einem zugelassenen Präparat infrage kommt, sollte immer gemeinsam mit den behandelnden Ärzt:innen auf Grundlage der individuellen Krankengeschichte erfolgen.