AU-Schein Logo
DrAnsay
DrAnsay
Unternehmen
Lesezeit:
5 Minuten
Veröffentlichungsdatum
02.10.2025
Arrow Right
Medizinisches Cannabis als Kassenleistung – so geht’s!
Gut zu wissen

Medizinisches Cannabis als Kassenleistung – so geht’s!

Medizinisches Cannabis als Kassenleistung – so geht’s!

Wir verraten dir, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, damit die Kosten für dein medizinisches Cannabis von der Krankenkasse übernommen werden.



Bereits seit 2017 können Ärzt:innen medizinisches Cannabis verschreiben. Mit der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 17. Oktober 2024 entfällt für Kassenärzt:innen außerdem die Pflicht, vorab eine Genehmigung der Krankenkassen einzuholen. Das heißt: Die Krankenkasse muss die Kosten für das medizinische Cannabis übernehmen. Wir zeigen dir, was du dabei beachten musst.



Das Wichtigste auf einen Blick


  • Ärzt:innen, die eine der gelisteten Fach-, Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnungen haben, dürfen medizinisches Cannabis ohne vorherige Absprache mit der Krankenkasse verschreiben. Andere Mediziner:innen benötigen für die Behandlung weiterhin eine Genehmigung. 
  • Für ein Kassenrezept müssen Patient:innen die gleichen Voraussetzungen erfüllen wie bisher. Andernfalls kann die Krankenkasse die Kostenübernahme verweigern oder zurückfordern.
  • Im Apotheken-Marktplatz von dransay.com kann man jedes gültige Cannabis-Rezept einlösen und die Preise und Verfügbarkeit von Blüten und Extrakten in über 100 Apotheken vergleichen und prüfen.


Verordnung von medizinischem Cannabis ohne Kassen-Genehmigung: Das hat sich geändert

Seit 2017 ist medizinisches Cannabis in Deutschland legal und kann von Ärzt:innen verschrieben werden. Am 17.10.2024 wurde per Beschluss entschieden, dass eine Genehmigung durch die Krankenkasse nicht mehr zwingend erforderlich ist. Zuvor mussten Patient:innen eine Genehmigung bei ihrer Krankenkasse beantragen, was oft zu langen Wartezeiten führte. Durch die Änderung können Ärzt:innen mit bestimmten Fach-, Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnungen nun medizinisches Cannabis auch ohne vorherige Genehmigung der Krankenkasse verschreiben. Dies ermöglicht den Patient:innen einen schnelleren Zugang zu einer Behandlung, wenn die Ärztin oder der Arzt diese für medizinisch notwendig erachtet.



Das sagt ein Kassenarzt von DrAnsay

„Früher hätte am ehesten ein Hausarzt ein Kassenrezept für die Kostenübernahme von medizinischem Cannabis ausgestellt. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Der Hausarzt hat alle nötigen Informationen und bereits das Vertrauen der Krankenkasse. Für Online-Ärzte wäre das Risiko ohne Genehmigung zu hoch. Die Krankenkasse kann nämlich jederzeit die Kosten für medizinisches Cannabis vom Arzt zurückverlangen. Vor allem, wenn der Sachbearbeiter ein Kritiker ist.”



Diese Fachärzt:innen dürfen medizinisches Cannabis verschreiben


  • Allgemeinmedizin
  • Anästhesiologie
  • Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie
  • Innere Medizin
  • Innere Medizin und Angiologie
  • Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie
  • Innere Medizin und Gastroenterologie
  • Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
  • Innere Medizin und Infektiologie
  • Innere Medizin und Kardiologie
  • Innere Medizin und Nephrologie
  • Innere Medizin und Pneumologie
  • Innere Medizin und Rheumatologie
  • Neurologie
  • Physikalische und Rehabilitative Medizin
  • Psychiatrie und Psychotherapie



Ärzt:innen mit diesen Zusatz-Bescheinigungen benötigen keine vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse


  • Geriatrie
  • Medikamentöse Tumortherapie
  • Palliativmedizin
  • Schlafmedizin
  • Spezielle Schmerztherapie



Welche Voraussetzungen Du für ein Kassenrezept erfüllen musst

Die Krankenkasse muss die Kosten für dein medizinisches Cannabis übernehmen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:


  • Es handelt sich um eine schwere Erkrankung.
  • Andere Therapiemöglichkeiten waren erfolglos oder unangemessen.
  • Eine Therapie mit medizinischen Cannabis verspricht Erfolg.



Das sagt der Anwalt von DrAnsay dazu

“Nach Auffassung des G-BA ist eine Erkrankung schwerwiegend, wenn sie lebensbedrohlich ist oder durch die Schwere der durch sie verursachten Gesundheitsstörungen die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigt. Schlafstörungen müssten also beispielsweise zu nachweisbaren Gesundheitsstörungen führen. Das heißt: Schlaflosigkeit an sich reicht nicht aus. Sie muss schwerwiegende Folgen haben.”


Rezepte bequem einlösen: im Apotheken-Shop von DrAnsay

Auf dem Apotheken-Marktplatz von DrAnsay kannst du auch Rezepte von deiner Hausärztin, deinem Hausarzt oder anderen Mediziner:innen einlösen. Über unsere Partnerapotheken hast du die Möglichkeit, Preise und Verfügbarkeit von Blüten und Extrakten in über 100 Apotheken in ganz Deutschland zu vergleichen und direkt zu bestellen. Dazu gibst du nach der Auswahl deines Medikaments einfach an, dass bereits ein Rezept vorliegt.


Du möchtest medizinisches Cannabis geprüft und sicher online bestellen?

Cannabis kann Dich bei chronischen Schmerzen, Schlafproblemen oder Appetitlosigkeit unterstützen. Wähle aus 1400+ Blüten von mehr als 350 Apotheken und finde günstige Angebote ab 2,99 €/g.

Weitere Beiträge

Gut zu wissen
01.07.2026
Krankheitsängste: Für immer in Sorge um die Gesundheit?
Ein bisschen wehleidig sind wir alle – aber bei Betroffenen von Krankheitsangst kann die Sorge um ständige Krankheit schnell überhandnehmen.
Gut zu wissen
24.06.2026
Stille Migräne oder Schlaganfall? Wie verhalte ich mich richtig?
Die Symptome einer stillen Migräne kann man schnell für einen Schlaganfall halten. Wie kann man sich sicher sein?
Gut zu wissen
20.06.2026
Wenn Hitze krank macht: Warum steigende Temperaturen unsere Psyche belasten
Die Hitze im Sommer wirkt sich nicht nur auf unseren Körper aus, sondern auch auf die Seele.
Gut zu wissen
17.06.2026
“Undercover” unterwegs? Autismus bei Erwachsenen
Autismus – eine Krankheit, die Nicht-Betroffenen oft ein Rätsel bleibt. Was steckt wirklich hinter der Autismus-Spektrum-Störung?
Gut zu wissen
12.06.2026
Stärke als Risiko: Wie traditionelle Männlichkeitsbilder psychische Gesundheit verzerren
Starke Männer weinen nicht? Von wegen! Wie wichtig emotionale Kompetenz ist, wird immer deutlicher. Deshalb ist es Zeit, endlich umzudenken.
Gut zu wissen
10.06.2026
Hashimoto: Wenn das eigene Immunsystem die Schilddrüse bekämpft
Das Leben mit einer chronischen Entzündung muss kein ewiger Kampf sein – Betroffenen von Hashimoto kann geholfen werden.

Bleib im Loop – mit unserem Newsletter

Newsletter
*Bei einer Krankschreibung ohne Arztgespräch musst du deinen Arbeitgeber sofort um Akzeptanz bitten. Sollte dein Arbeitgeber die Krankschreibung nicht zeitnah akzeptieren, kannst du diese kostenlos stornieren. Dann solltest du umgehend eine Krankschreibung mit Arztgespräch wählen oder eine Arztpraxis aufsuchen. Denn die Ärzte, die eine Krankschreibung ohne Arztgespräch ausstellen, sind international und ausschließlich online tätige Ärzte, daher benötigen sie keine Praxissitz oder Zulassung in Deutschland. Dies kann dann zu Verwirrungen bei Arbeitgebern oder Krankenkassen führen. Eine Krankschreibung ohne Arztgespräch hat im Streitfall vor Gericht einen geringeren Beweiswert als eine Krankschreibung mit Arztgespräch. Daher könnte dein Anspruch auf Lohnfortzahlung in Frage gestellt werden.