Wenn die Sonne scheint, haben viele Menschen automatisch gute Laune. Doch der Druck, plötzlich auf Knopfdruck glücklich sein zu müssen, kann ganz schön zermürbend sein.
Im Winter regiert bei vielen Menschen die Tristesse. Pläne werden abgesagt, Termine verschoben und es ist gesellschaftlich vollkommen in Ordnung, wenn man sich bei vermeintlich schlechtem Wetter zu Hause verschanzt. Ganz anders sieht es aus, wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke brechen und die Temperaturen nach einer langen Eiszeit wieder zweistellig werden. Das ist nämlich für viele Menschen der Moment, in dem sie auftauen, neues Leben in sich spüren und mit einem Lächeln auf den Lippen die Welt erkunden wollen. Doch nicht alle spüren dieses Gefühl von Leichtigkeit und Frohsinn, das für viele mit Sonnenschein einherzugehen scheint.
Gerade an Tagen, an denen der Rest der Welt mit einem dicken Grinsen auf den Lippen durch die Straßen flaniert, fühle ich mich schlecht. Irgendwie unter Druck gesetzt. Denn die Gesellschaft erwartet von uns, dass gutes Wetter automatisch mit guter Laune einhergeht - und das nervt gewaltig! Immer wieder wird man mit Kommentaren wie diesen konfrontiert: “Warum bist du denn mies drauf, wenn die Sonne scheint!” Dazu das ewige Drängen – ja, quasi die strikte Erwartungshaltung – bei diesem Wetter auf jeden Fall ins Freie zu müssen. Etwas, das in den kalten Monaten von den gleichen Menschen per se abgeschmettert wird. Selbst wenn bei Minusgraden die Sonne lacht. Dann nämlich ist es vollkommen okay, sich einzuigeln, der schlechten Laune zu frönen und einfach nur an sich zu denken. Doch warum ist es von der Gesellschaft akzeptiert, nur in diesen Zeiten den eigenen Gefühlen Beachtung zu schenken – bei strahlendem Sonnenschein aber direkt einen Schalter umzulegen?
Was dieser Druck von außen mit mir macht, ist schnell erklärt: Schon ein Blick in die Wetter-App zeigt mir, wie ich mich fühlen muss! Zumindest, wenn ich meinen Mitmenschen Glauben darf. Bei Sonnenschein sollte ein strahlendes Lächeln mein Gesicht zieren, bei Regen darf ich auch mal eine Flappe ziehen. Aber Gott bewahre, es ist genau andersrum. Dann bekomme ich etwas zu hören. Und zwar ungefragt und unerwünscht. Denn für mich entscheidet nicht das Wetter über meine Stimmung, sondern die äußeren und inneren Umstände. Und die sind für die anderen nicht immer ersichtlich. Das heißt nicht, dass ich mich nicht auch über die wärmende Sonne freuen kann. Im Gegenteil! Doch für mich ist das Glück nicht automatisch mit dem Wetter verbunden. Und das wiederum scheint eine Erkenntnis zu sein, die viele nicht verstehen können. Oder wollen.
Denn wer zum Beispiel an Heuschnupfen leidet, wird den Frühling auch immer mit juckenden Augen und Niesanfällen verbinden. Da sind die blühenden Bäume vor der Tür dann zwar schön anzusehen, aber eben auch belastend. Und dafür sollte man sich nicht rechtfertigen müssen. Genauso wenig wie für die Lustlosigkeit, die viele mit einigen anstehenden Feiertagen verbringen. Nicht jeder hat Lust, zu Ostern mit der Familie zu brunchen. Nicht jeder hat Familie oder Freunde, mit denen er etwas planen kann. Und manch einer wünscht sich vielleicht nur eines: Ruhe und Zeit für sich. Deshalb sollten wir uns immer wieder klarmachen, dass ein Urteil von außen nicht angebracht ist. Und alle Gefühle erlaubt sind – auch wenn sie anderen vielleicht nicht gefallen. Eine Erkenntnis, die mein fünfjähriger Sohn mittlerweile verinnerlicht hat, die aber vielen Erwachsenen bis heute unglaublich schwer fällt.
Wenn die Sonne scheint, haben viele Menschen automatisch gute Laune. Doch der Druck, plötzlich auf Knopfdruck glücklich sein zu müssen, kann ganz schön zermürbend sein.
Im Winter regiert bei vielen Menschen die Tristesse. Pläne werden abgesagt, Termine verschoben und es ist gesellschaftlich vollkommen in Ordnung, wenn man sich bei vermeintlich schlechtem Wetter zu Hause verschanzt. Ganz anders sieht es aus, wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke brechen und die Temperaturen nach einer langen Eiszeit wieder zweistellig werden. Das ist nämlich für viele Menschen der Moment, in dem sie auftauen, neues Leben in sich spüren und mit einem Lächeln auf den Lippen die Welt erkunden wollen. Doch nicht alle spüren dieses Gefühl von Leichtigkeit und Frohsinn, das für viele mit Sonnenschein einherzugehen scheint.
Gerade an Tagen, an denen der Rest der Welt mit einem dicken Grinsen auf den Lippen durch die Straßen flaniert, fühle ich mich schlecht. Irgendwie unter Druck gesetzt. Denn die Gesellschaft erwartet von uns, dass gutes Wetter automatisch mit guter Laune einhergeht - und das nervt gewaltig! Immer wieder wird man mit Kommentaren wie diesen konfrontiert: “Warum bist du denn mies drauf, wenn die Sonne scheint!” Dazu das ewige Drängen – ja, quasi die strikte Erwartungshaltung – bei diesem Wetter auf jeden Fall ins Freie zu müssen. Etwas, das in den kalten Monaten von den gleichen Menschen per se abgeschmettert wird. Selbst wenn bei Minusgraden die Sonne lacht. Dann nämlich ist es vollkommen okay, sich einzuigeln, der schlechten Laune zu frönen und einfach nur an sich zu denken. Doch warum ist es von der Gesellschaft akzeptiert, nur in diesen Zeiten den eigenen Gefühlen Beachtung zu schenken – bei strahlendem Sonnenschein aber direkt einen Schalter umzulegen?
Was dieser Druck von außen mit mir macht, ist schnell erklärt: Schon ein Blick in die Wetter-App zeigt mir, wie ich mich fühlen muss! Zumindest, wenn ich meinen Mitmenschen Glauben darf. Bei Sonnenschein sollte ein strahlendes Lächeln mein Gesicht zieren, bei Regen darf ich auch mal eine Flappe ziehen. Aber Gott bewahre, es ist genau andersrum. Dann bekomme ich etwas zu hören. Und zwar ungefragt und unerwünscht. Denn für mich entscheidet nicht das Wetter über meine Stimmung, sondern die äußeren und inneren Umstände. Und die sind für die anderen nicht immer ersichtlich. Das heißt nicht, dass ich mich nicht auch über die wärmende Sonne freuen kann. Im Gegenteil! Doch für mich ist das Glück nicht automatisch mit dem Wetter verbunden. Und das wiederum scheint eine Erkenntnis zu sein, die viele nicht verstehen können. Oder wollen.
Denn wer zum Beispiel an Heuschnupfen leidet, wird den Frühling auch immer mit juckenden Augen und Niesanfällen verbinden. Da sind die blühenden Bäume vor der Tür dann zwar schön anzusehen, aber eben auch belastend. Und dafür sollte man sich nicht rechtfertigen müssen. Genauso wenig wie für die Lustlosigkeit, die viele mit einigen anstehenden Feiertagen verbringen. Nicht jeder hat Lust, zu Ostern mit der Familie zu brunchen. Nicht jeder hat Familie oder Freunde, mit denen er etwas planen kann. Und manch einer wünscht sich vielleicht nur eines: Ruhe und Zeit für sich. Deshalb sollten wir uns immer wieder klarmachen, dass ein Urteil von außen nicht angebracht ist. Und alle Gefühle erlaubt sind – auch wenn sie anderen vielleicht nicht gefallen. Eine Erkenntnis, die mein fünfjähriger Sohn mittlerweile verinnerlicht hat, die aber vielen Erwachsenen bis heute unglaublich schwer fällt.