Erkältung (grippaler Infekt): 5 Therapieoptionen, die helfen

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Erkältung (grippaler Infekt): Was wirklich hilft!

Jeder kennt es! Einmal nicht richtig aufgepasst und schon hat es einen erwischt. Die Erkältung ist da, oder sogar ein stärkerer grippaler Infekt. Diese Krankheit betrifft die oberen Atemwege und kann sehr unangenehm sein. Was eine Erkältung ist, welche Symptome eine Erkältung mit sich bringt und welche Therapiemöglichkeiten es gibt, liest Du hier.

Was ist eine Erkältung und wodurch wird sie verursacht?

Eine unkomplizierte Infektion der oberen Atemwege wird allgemein im Volksmund als Erkältung oder auch als grippaler Infekt bezeichnet. Hierbei sind besonders die Nase, die Nasennebenhöhlen und der Rachen betroffen. Verursacht wird diese Infektion der oberen Atemwege zumeist durch Viren.

Das Krankheitsbild tritt vor allem gehäuft in den Wintermonaten auf. Der häufigste Erreger ist das Rhinovirus, ein Nachweis ist jedoch in den meisten Fällen nicht möglich. Erste Symptome machen sich bereits 24 bis 48 Stunden nach der Infektion mit dem Virus bemerkbar.

Wichtig: Ein grippaler Infekt ist nicht mit einer „echten Grippe“ (Influenza) zu verwechseln.

Wie wird eine Erkältung übertragen?

Eine Erkältung ist eine meist virale Erkrankung der oberen Atemwege. Verantwortlich hierfür ist in der Mehrzahl der Fälle eine Virusinfektion durch das Rhinovirus. Eine Übertragung erfolgt entweder durch Tröpfcheninfektion über die Luft, über Schmierinfektionen von verunreinigte Oberflächen oder durch den direkten Kontakt zu erkrankten Personen. Es ist nicht selten, dass Erwachsene bis zu vier Erkältungen im Jahr durchleiden, die Zahl kann bei Kindern sogar noch höher, bis zu zehn Erkältungen pro Jahr liegen.

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Symptome bei einer Erkältung

Welche Symptome treten bei einer Erkältung auf und wie lange halten diese an?

Eine klassische Erkältung kann eine Vielzahl von Symptomen mit sich bringen, welche individuell unterschiedlich stark und variabel ausgeprägt sind. Zumeist beginnt das Krankheitsbild mit Abgeschlagenheit und einer laufenden und verstopften Nase. Das führt zu einer Nasenatmungsbehinderung und einem reduzierten Schmeck-, und Riechvermögen.

Weitere häufige Symptome:

  • Laufende und verstopfte Nase
  • Vermehrtes Niesen
  • Husten
  • Halsschmerzen, ggf. mit Heiserkeit
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit


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Darüber hinaus kann es zu Muskel- und Gelenkschmerzen, sowie zu einer moderaten Erhöhung der Körpertemperatur kommen. In der Regel stellt sich eine Besserung nach vier bis sieben Tagen ein. Bis die Krankheitssymptome komplett abgeklungen sind, kann es auch bis zu zwei Wochen dauern. In diesem Zeitraum sollten sie sich körperlich schonen und intensive körperliche Belastung meiden. Es ist nicht selten, dass die Symptome bei Kindern länger andauern als bei Erwachsenen.

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Was für Risiken gibt es bei einer Erkältung?

Die Symptome einer Erkältung entstehen aufgrund der Reaktion des eigenen Immunsystems auf die Erreger. Ist das Immunsystem abgeschwächt, reagiert zu langsam oder wird die körpereigene Reaktion durch weitere Belastung (wie z.B. Sport) behindert, kann es zu einer Ausbreitung des Erregers oder einer sekundären Infektion (auch „Superinfektion“) mit Bakterien kommen. Dies kann dazu führen, dass sich die Erkrankungssymptome verstärken und weitere Krankheitssymptome hinzukommen. Eine Ausbreitung der Erreger erfolgt meist auf angrenzende Körperbereiche.

Diese Ausbreitung kann sowohl im Bereich der Nasennebenhöhlen stattfinden, aber der Erreger kann auch weiter in die unteren Atemwege absteigen. Sind die Nasennebenhöhlen aufgrund einer Entzündung betroffen, spricht man von einer Sinusitis. Wandern die Erreger weiter in die Lunge, kann es zu einer Entzündung der Bronchien (Bronchitis) oder sogar zu einer Entzündung des Lungengewebes (Pneumonie) kommen. Bei starker körperlicher Aktivität während der Erkrankungsdauer (z. B. durch Sport) kann es auch zu einer Mitbeteiligung des Herzens (Endokarditis) kommen.

Wichtige Warnsignale sind:

  • Plötzliche Verschlechterung des Allgemeinbefindens
  • Atembeschwerden oder Brustschmerz
  • Starker Anstieg der Körpertemperatur
  • Neuaufgetretener Druck- und Kopfschmerz

Besondere Vorsicht gilt auch bei immungeschwächten Patienten, Säuglingen oder Senioren.

Wichtig: Sollten Sie oben genannte Symptome verspüren oder sich keine Besserung einstellen, ist es anzuraten einen Arzt aufzusuchen.

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Solltest Du oben genannte Symptome verspüren oder sich keine Besserung einstellen, ist es anzuraten einen Arzt aufzusuchen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei einer Erkältung?

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Die meisten Erkältungen sind leichte Erkrankungen, die bei sonst gesunden Erwachsenen keinen Besuch eines Arztes erfordern und Spontan heilen. Dennoch verursacht eine Erkältung Unbehagen. Generell ist es eine Rauchkarenz zu empfehlen, die Erkältung auszukurieren, Stress zu meiden und viel zu trinken (Tee und Wasser).

Auch die Einnahme von Vitamin C kann in einigen Fällen zu einer Verkürzung der Erkrankung beitragen, dies gilt besonders für sportliche aktive Menschen. Eine ebenfalls viel diskutierte Möglichkeit der Einnahme von Zink-Präparaten ist kontrovers. Die Erkältungssymptome können hier durch gelindert werden, jedoch sind Nebenwirkungen (Übelkeit und schlechter Geschmack) nicht von der Hand zu weisen.

Es ist darüber hinaus hilfreich, auf bewährte Hausmittel zurückzugreifen, die den Krankheitsverlauf subjektiv abmildern:

  • Ingwertee mit Honig
  • Hühnerbrühe
  • Feuchte Wadenwickel
  • (Wasserdampf-) Inhalationen
  • Erkältungsbad

Sollten sich die Beschwerden mit diesen Tipps nicht verbessern, besteht die Möglichkeit durch weitere Hilfsmittel aus der Apotheke. Neben frei verkäuflichen pflanzlichen Produkten (Myrtol oder Cineol) gibt es ebenfalls frei verkäufliche Medikamente, welche zur spezifischen Symptomlinderung beitragen.

Verstopfte Nase:

Neben der Inhalation kann ein Nasenspray zur Verbesserung der Atembehinderung und dem kontinuierlichen Laufen der Nase beitragen. Hierbei unterscheiden man zwischen befeuchtenden Nasensprays mit Kochsalz oder Meersalz und synthetischen Nasensprays (Oxymetazolin oder Xylometazolin), welche einen abschwellenden Effekt auf die Nasenschleimhaut haben. Letztere sind in der Regel nur für einen Zeitraum von fünf bis sieben Tagen anzuwenden, da es zu einer Gewöhnungsreaktion des Körpers kommen kann und ein Abhängigkeitspotential besteht. Unbedenklich hingegen ist alternativ die Anwendung einer Nasendusche zur Spülung der Nase mit Kochsalzlösung.

Kopf- und Gliederschmerzen:

Zur Behandlung von Schmerzen sowie zur Senkung der erhöhten Körpertemperatur können Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen oder Paracetamol) genutzt werden. Diese frei verfügbaren Medikamente haben eine moderate Wirkung und sollten auf Anraten des Apothekers und der Packungsbeilage eingenommen werden. Die tägliche Höchstdosis sowie das Einnahmeintervall sind zu beachten, im Besonderen bei Kindern. Die Medikamente sind in verschiedenen Darreichungsformen verfügbar (Tablette, Zäpfchen oder Saft).

Husten:

Eine wichtige Maßnahme ist die Rauchkarenz, da eine Erkältung bereits eine Reizung der Atemwege darstellt. Durch Inhalation können die Atemwege befeuchtet werden, ggf. können Sie Eukalyptus oder Öle zur Inhalation hinzunehmen. Bei einem verschleimten Gefühl helfen Schleimlöser (Mukopharmaka) weiter. Es gibt auf pflanzlicher Basis Myrtol und Thymian-Efeu, welche die Hustenattacken reduzieren können. Eine Behandlung mit Acetylcystein (ACC-Akut), einem synthetischen Schleimlöser, ist bei chronischem Husten anzuraten. Hustenstiller (Antitussiva) können zusätzlich zur Nachtruhe eingenommen werden, haben aber auf den Hustenreiz keinen vorteilhaften Einfluss gegenüber Placebos. Sie tragen jedoch in Kombination mit einer leicht hochgelagerten Schlafposition zu einem verbesserten Schlaf bei.

Halsschmerzen:

Neben Inhalationen können zur Symptomlinderung ebenfalls Lutschbonbons beitragen. Es gibt ein breites Angebot an pflanzlichen Präparaten mit Salbei oder isländisch Moos, welche auch im normalen Supermarkt erhältlich sind. Auch hilfreich ist das Gurgeln von Salzwasser und das Trinken von Tee. Die Einnahme von Lutschtabletten mit synthetischem Wirkstoff (z. B. Dolo-Dobendan) trägt nicht zu keiner Verkürzung der Erkrankung bei, kann jedoch durch den synthetischen Wirkstoff (Lokalanästhetikum) zu einer Symptomverbesserung führen.

Wichtig: Eine Erkältung wird im Regelfall nicht mit einem Antibiotikum behandelt. Es handelt sich um eine virale und keine bakterielle Erkrankung.

Was sollte ich bei einer Erkältung beachten?

Eine Erkältung kann leicht an Mitmenschen übertragen werden. Daher helfen einfache Tricks, die Ausbreitung zu reduzieren.

  • Auskurieren und Kontakt zu Mitmenschen minimieren
  • Taschentücher verwenden und direkt entsorgen
  • Hände gründlich reinigen
  • In Ellenbeuge nicht in Hand husten/niesen
  • Hand-Gesicht-Kontakt reduzieren

Um dennoch Menschen in Deiner Umgebung vor einer Ansteckung zu schützen, kannst Du durch Händedesinfektion und tragen eines Mundschutzes das Risiko einer Übertragung minimieren. Diesen Maßnahmen kommt eine besondere Bedeutung im Umgang mit älteren Menschen, Kindern und Immungeschwächten zu.

Was kann ich tun, um mich vor einer Ansteckung zu schützen?

Ein Impfstoff, wie er bei der „echten Grippe“ (Influenza) existiert für die Erkältung nicht. Daher ist es wichtig durch regelmäßige sportliche Aktivität sich und sein Immunsystem fit zu halten. Ebenfalls trägt eine ausgewogene Ernährung zu einer verbesserten Abwehrlage bei. Eine verlässliche Aussage zum schützenden Nutzen von Probiotika kann aktuell nicht getroffen werden.

Ebenso ist es nicht abschließend geklärt, ob regelmäßige Saunabesuche oder kaltes Duschen einem vermehrten Auftreten von Erkältungen entgegenwirken, Schaden tut es jedoch nicht. Wie bereits zum Zeitpunkt der Erkrankung, kann auch eine komplette Rauchentwöhnung helfen, das Auftreten von Erkrankungen des Atemsystems zu vermindern.

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Hinweis: Dieser journalistische Beitrag ohne jegliche Haftung enthält keine Heilversprechen, Werbung oder ärztliche Beratung.

ACHTUNG: Suchtgefahr!

Falls Du süchtig bist oder wirst, findest Du Hilfe z. B. hier.

 

10 % bis 30 % (Fußnoten 1 & 2) der Cannabis-Konsumenten werden süchtig, d. h. sie können nicht aufhören, Cannabis zu konsumieren, obwohl es gesundheitliche und soziale Probleme verursacht.
Die Suchtgefahr ist bei Personen größer, die Cannabis häufiger und bereits als Jugendliche konsumieren.(3)
Süchtige haben auch ein höheres Risiko für andere negative Folgen, wie z. B. Probleme mit der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis und dem Lernen.

Folgende Anzeichen deuten auf eine Cannabis-Sucht hin (4):

- Verlangen nach Cannabis oder Entzugserscheinungen ohne Cannabis.
- Erfolgloser Versuch, mit dem Cannabiskonsum aufzuhören.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es körperliche oder psychische Probleme verursacht.
- Cannabis zu konsumieren, obwohl es Vernachlässigung oder sonstige Probleme mit Familie, Freunden oder Kollegen verursacht.
- Cannabiskonsum in riskanten Situationen, z. B. beim Autofahren.
- Mehr Cannabiskonsum als beabsichtigt oder viel Zeit mit Cannabis zu verbringen.
- Das Bedürfnis, mehr Cannabis zu konsumieren, um den gleichen Rausch zu erleben.

 

(1) Lopez-Quintero C, de los Cobos JP, Hasin DS, et al. Probability and predictors of transition from first use to dependence on nicotine, alcohol, cannabis, and cocaine: Results of the National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions (NESARC). Drug and Alcohol Dependence. 2011;115(1-2):120-130.
(2) Hasin DS, Saha TD, Kerridge BT, et al. Prevalence of marijuana use disorders in the United States between 2001-2002 and 2012-2013. JAMA Psychiatry. 2015;72(12):1235-1242.
(3) Winters KC, Lee C-YS. Likelihood of developing an alcohol and cannabis use disorder during youth: association with recent use and age. Drug and Alcohol Dependence. 2008;92(1-3):239-247.
(4) American Psychiatric Association. Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (5th ed). Washington, DC; 2013.